Wer an Moskau denkt, dem wird unweigerlich als erstes der Kreml einfallen. Doch auch abgesehen vom Regierungssitz Russlands wartet Moskau mit einer Reihe von beeindruckenden Sehenswürdigkeiten auf, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Moskaus gehört dabei zweifelsfrei der Rote Platz. Er liegt im Zentrum Moskaus zu Füßen des Schutzwalls, der den Kreml seit sechs Jahrhunderten umgibt. Dabei war der Rote Platz eng mit der Ausdehnung Moskaus verbunden: Gegen Ende des 15. Jahrhunderts drohte der Kreml, der lange Zeit das eigentliche Stadtgebiet darstellte, vor Händlern und ihren recht chaotischen Ständen und Verkaufsbuden beinahe überzuquellen. Der Zar sah sich dazu gezwungen, zur Wahrung der Sicherheit der Festung allen Handel vor die Mauern zu verlagern. Da der Boden bis ins 18. Jahrhundert hinein nicht befestigt war, glich die wichtigste Sehenswürdigkeit Moskaus zu Beginn ihrer Existenz eher einem Basar im Schlammfeld als einem Platz.
Die Alexandergärten in Moskau
Entlang der Kremlmauern sind aber auch andere wichtige Sehenswürdigkeiten Moskaus zu finden. Dazu gehören beispielsweise die Alexandergärten, eine an Kreml und Roten Platz angrenzende öffentliche Parkanlage. Ursprünglich war hier ein Nebenfluss der Moskwa zu finden, der jedoch Anfang des 19. Jahrhunderts aus Gründen von Hygiene und Hochwasserschutz in einen unterirdischen Kanal umgeleitet wurde, um einer der schönsten Sehenswürdigkeiten Moskaus Platz zu machen.
Die Basilius-Kathedrale in Moskau
Entlang des Roten Platzes ist eine weitere Sehenswürdigkeit Moskaus zu finden, die längst zum Wahrzeichen der Stadt geworden ist: die Basilius-Kathedrale mit ihren bunten Zwiebeltürmen. 1552 wurde an dieser Stelle dem russischen Heer zu Ehren des Sieges über die Tataren eine Kirche erbaut. Später ließ Zar Iwan IV., besser bekannt unter dem Namen „Iwan der Schreckliche“, hier eine richtige Kathedrale errichten. Der Legende zufolge ließ Iwan der Schreckliche dem Architekten Postnik Jakowlew der Kathedrale die Augen ausstechen, nachdem er behauptete, noch viel schönere Kathedralen errichten zu können – nachweislich ist das allerdings frei erfunden, da Jakowlew später in einigen anderen Städten für mehrere Bauwerke verantwortlich war. Interessanterweise besteht die Kathedrale eigentlich aus neun einzelnen Kirchen, von denen die berühmteste wohl die im Zentrum zu findende Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kirche ist.
Die russische Staatsbibliothek gehört zu den größten der Welt
Für bibliophile Besucher dürfte auch die russische Staatsbibliothek zu den Sehenswürdigkeiten Moskaus zählen. Sie wurde 1862 als erste gebührenfreie Bibliothek Moskaus errichtet und ist neben der amerikanischen Library of Congress die größte der Welt. Zwischen 1922 und 1991 wurde von jedem in der Sowjetunion verlegten Buch mindestens ein Exemplar in der Bibliothek hinterlegt, und auch heute wird diese Tradition fortgesetzt. Darüber hinaus gehört eine Sammlung alter Manuskripte zu ihren Schätzen. Die Bibliothek besitzt eindrucksvolle 43 Millionen Medien auf 275 000 Regalmetern – was sie wohl ohne Zweifel zu einer interessanten Sehenswürdigkeit Moskaus macht. Um sich verständigen zu können, besuchen Sie eine passende Sprachschule England und lernen Sie russisch.
Das Tolstoj-Haus wurde 1921 zum Museum erklärt
Wer nach einem Besuch auf den Geschmack der russischen Literatur gekommen ist, dem ist auch das Tolstoj-Haus ans Herz zu legen. Der Meister des russischen Realismus hinterließ ein Holzhaus mit dem 18 Zimmern, die immer noch die Originaleinrichtung beherbergen. 1921 wurde das Haus von Lenin zum Museum erklärt. Da Tolstoj häufig seine eigenen Wohnverhältnisse in Beschreibungen in seine Erzählungen einfließen ließ, dürfte eine Besichtigung ebenso zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Moskaus wie auch als eine Zeitreise in die Literatur zählen.
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